Das war Pützchens Markt 2026: Stimmung gut, Wetter durchwachsen

658. Pützchens Markt 2027

Mit dem traditionellen Abschlussfeuerwerk geht Pützchens Markt 2026 am späten Dienstagabend, 15. September, zu Ende. Die Stadt Bonn als Veranstalterin zieht – trotz des wechselhaften Wetters – ein positives Fazit zur beliebten Großkirmes im Stadtbezirk Beuel.

Marktleiterin Kathrin Krumbach: „Wenn der Sonntag als traditionell besucherstärkster Veranstaltungstag buchstäblich ins Wasser fällt, ist das natürlich für niemanden schön. Für die Schaustellerinnen und Schausteller bedeutet das erhebliche Umsatzeinbußen, und auch viele Besucherinnen und Besucher konnten ihren Kirmesbesuch nicht wie geplant genießen. Umso mehr freue ich mich, dass an allen anderen Tagen wieder die besondere Atmosphäre von Pützchens Markt spürbar war und die Menschen friedlich, fröhlich und unbeschwert miteinander gefeiert haben.“

Vor allem aufgrund des verregneten Sonntags – laut dem Wetterdienst donnerwetter.de war es einer der nassesten Kirmestage seit Jahrzehnten – kamen 2026 deutlich weniger Besucher*innen zum Bonner Jahrmarkt auf der rechten Rheinseite. Nach Schätzungen von Stadt und Schaustellern waren es rund 750.000 Menschen.

Ruhiges Volksfest aus Sicht der städtischen Einsatzkräfte

Aus Sicht des Kommunalen Ordnungsdienstes, der wieder allein und gemeinsam mit der Polizei in gemischten Streifen auf dem Marktgelände unterwegs war, sowie aus Sicht des Verkehrsaußendienstes war Pützchens Markt 2026 eine ruhige Veranstaltung mit einer in Summe überschaubaren Einsatzlage. Bei rund 270 Jugendschutzkontrollen an den ersten vier Kirmestagen (Stand: Montagabend, 14. September) stellten die Kolleg*innen in 46 Fällen Zigaretten oder E-Zigaretten sowie 23 Mal alkoholische Getränke bei Jugendlichen sicher. Außerdem registrierte der Ordnungsdienst 11 Verstöße gegen das Cannabiskonsumverbot. Es wurden aus unterschiedlichen Gründen 14 Platzverweise erteilt und 20 Anzeigen gefertigt, davon 12 wegen Urinierens in der Öffentlichkeit.

Die Verkehrsüberwachung musste insgesamt 70 falsch abgestellte Fahrzeuge abschleppen lassen, weil diese Rettungs- und Fluchtwege blockierten. Sie stellte zudem knapp 450 Knöllchen wegen Falschparkens aus (ebenfalls Stand Montagabend, 14. September).

Auch Feuerwehr und Rettungsdienst blicken auf eine ruhige Einsatzlage ohne besondere Vorkommnisse zurück. An den ersten vier Kirmestagen (Freitag bis Montag) war der Rettungsdienst knapp 50 Mal im Einsatz, 8 Personen mussten ins Krankenhaus transportiert werden. Der beauftragte Sanitätsdienst behandelte rund 130 Menschen. Die Feuerwehr war durchgehend vor Ort, musste aber bislang nur einmal zu einem Einsatz ausrücken. Der gemeldete Kleinstbrand an einem Stand auf dem Pluutenmarkt war aber bei ihrem Eintreffen bereits gelöscht.

Die Lebensmittelüberwachung der Stadt Bonn kontrollierte zu Beginn des Marktes mehr als 150 Betriebe. Insgesamt waren die Gewerbetreibenden gut über die gesetzlichen Bestimmungen zur Lebensmittelsicherheit informiert und haben diese umgesetzt. Rund 20 Betriebe wurden wegen kleinerer Mängel, etwa an baulichen Anlagen oder der Einrichtung, beanstandet. Alle Mängel konnten jedoch vor Ort abgestellt werden. Ein Betrieb musste vorübergehend schließen, konnte jedoch am gleichen Tag wieder öffnen.

Viele Menschen kamen mit dem Fahrrad und dem ÖPNV

Die Nordbrückensperrung sorgte nach Beobachtungen der Stadt für einige Verschiebungen im Anreiseverkehr. Mehr Menschen als sonst kamen mit dem Fahrrad nach Pützchen. Die von der Stadt eingerichteten Fahrradparkplätze rund um das Marktgelände waren ausgesprochen gut gefüllt. Auch die Kfz-Parkplätze im Umfeld des Marktes waren – bis auf den Sonntag – gut ausgelastet. Dabei war es erstmals seit Jahren nicht notwendig, die Ausfahrt Pützchen der Autobahn 59 zeitweise zu sperren. Grund dafür ist vermutlich, dass der aus dem Linksrheinischen anreisende Individualverkehr andere Wege genutzt und Pützchens Markt vor allem über die Südbrücke oder durch die Stadt angesteuert hat.

Die Stadtwerke-Töchter SWB Bus und Bahn sowie BonnNetz sind zufrieden mit dem Verlauf der Großkirmes. Sowohl am Freitag- als auch am Samstagabend waren die Sonderlinien für Pützchens Markt, die Stadtbahnlinie 66 zwischen Hauptbahnhof und Vilich sowie die Bahnersatzverkehre sehr stark ausgelastet. Alle Fahrgäste konnten befördert werden, aber durch das hohe Besucheraufkommen kam es zu Stau und Verspätungen.

Bonnorange: Rund 38 Tonnen Abfall bis Dienstagmorgen gesammelt

Die onnorange AöR hat vor Beginn der Großkirmes die Veranstaltungsfläche gereinigt, wird voraussichtlich noch bis Freitag, 18. September, mit der Nachreinigung des Platzes beschäftigt sein. Bis Dienstagmorgen, 15. September, wurden rund 38 Tonnen Abfall eingesammelt. Das entspräche einem Rückgang von etwa 17 Prozent gegenüber 2025. Wie viel Abfall tatsächlich angefallen ist, lässt sich erst nach Abschluss der Reinigungsarbeiten am Freitag sicher feststellen. Nach einem Pilotprojekt 2025 wurde Pützchens Markt in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Stadt und den Schausteller*innen weitgehend auf Mehrweg umgestellt. Die Bonnorange AöR hat zum Start der Kirmes 167 Stände aufgesucht und beraten. Bei etwa einem Drittel wurde zunächst eine nicht vertragsgemäße Umsetzung der Mehrwegvorgaben festgestellt und zur Nachbesserung aufgefordert. Bei einer Nachkontrolle am Montag gab es nur noch drei Beanstandungen.

Zehn Platzneuheiten und viele beliebte Klassiker

Zehn Platzneuheiten hatte die Stadtverwaltung für Pützchens Markt 2026 verpflichtet. Auch viele beliebte „Wiederholer“ und „Dauerbrenner“ waren am Start. Die Veranstaltungen im Bayernzelt mit Auftritten vieler beliebter rheinischer Bands. waren gut besucht. Ausführliche Informationen zu Fahrgeschäften und Veranstaltungsprogramm gibt es unter  www.bonn.de/puetzchens-markt.

Pützchens Markt 2027 findet wie gewohnt am zweiten Septemberwochenende (10. bis 14. September) statt.

Im übrigen sind es nur noch 358. Tage bis zu Pützchens Markt 2027! 😉

Im übrigen sind es nur noch 358. Tage bis zu Pützchens Markt 2027! 😉
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